Spielbericht: TuS - SG 06 Betzdorf
1:0 
Es gibt schöne Fußballspiele und weniger ansehnliche. Das 1:0 (1:0) des Oberligisten TuS Mechtersheim zuhause gegen SG Betzdorf war solch ein „Drecksspiel”. Hauptsache, die Punkte blieben in den eigenen Reihen.
Wer an diesem sonnigen, schwül-warmen Tag an der Kirschenallee ein technisch feines Fußballspiel erwartet hatte, sah sich getäuscht. Viele Zweikämpfe, Mittelfeld- und wenig Strafraumszenen dominierten zumindest die ersten 40 Minuten. Weiterer Faktor war die taktische Ausrichtung der Gastgeber, die mit einer Dreierkette und einem sechs Mann starken Mittelfeld den erwarteten Angriffsschwung Betzdorfs entgegentraten.
„Ich bin von meiner Mannschaft enttäuscht”, sagte SG-Trainer Walter Reitz: „Alles, was wir im letzten Spiel im Angriff gezeigt haben, ließen wir heute vermissen.” Seine Mannschaft hätte mehr mitnehmen müssen: „Aber sie hat keine Laufbereitschaft gezeigt.” Dann gewinne eben das Team, das bis an seine Grenzen gehe. Coach Reitz kündigte intensive Gespräche an.
Sein Gegenüber Ralf Gimmy war zufrieden: „Wir wussten, dass die Gäste ihre Qualitäten in der Offensive haben.” Das habe Mechtersheim taktisch und mit Einsatz wettgemacht. Dass bei seiner Auswahl dabei ein wenig Glück dazukam, verschwieg Übungsleiter Gimmy nicht.
Einen Kopfball von Kevin Wagner, der unbedrängt nach einer Ecke fünf Meter vor dem Tor auftauchte, lenkte Schlussmann Emilio Fioranelli über die Latte. In der zweiten Halbzeit scheiterte SG-Mittelfeldmotor Philipp Böhmer mit einem Freistoß aus 23 Metern am Querbalken.
Die Entscheidung fiel mit dem Halbzeitpfiff: Als SG-Keeper Philipp Klappert nach einem Zweikampf vor der Strafraumgrenze einen Ball aufnahm, entschied Schiedsrichter Thorsten Rock auf Rückgabe und indirekten Freistoß. Marcel Milenkovic tippte an, Florian Hornig versenkte.
Die zweite Hälfte sah dann einen engagierten TuS, der auf den zweiten Treffer aus war. „Bei diesen Temperaturen war klar, dass das die Entscheidung sein würde”, erklärte Gimmy die Bemühungen.
Bei Betzdorf blieb Sebastian Land in der Kabine, bei Mechtersheim Andreas Kuhn. Beide Innenverteidiger klagten über Kreislaufbeschwerden. Ihre Auswechselungen erfolgten vorsorglich.
Die Schwächung traf vor allem die SG: „Land ist wohl der kopfballstärkste Innenverteidiger der Liga”, erklärte der Trainer der Römerberger. Dennoch agierten die Gäste vor allem nach Standards gefährlich. Aus dem Spiel heraus glückte wenig.
Auf der anderen Seite sollte die Konter Eingang in den Mechtersheimer Übungsplan finden. Denn die Bilanz am Samstag fiel ernüchternd aus. Gegen den Betzdorfer Dauerdruck in den Schlussminuten verpufften selbst beste Möglichkeiten.
(Quelle:Die Rheinpfalz)
Aktualisiert ( Mittwoch, den 14. September 2011 um 08:04 Uhr )





