Spielbericht: Arminia Ludwigshafen - TuS
3:1(0:0) 
Ralf Gimmy bleibt Trainer des Tabellenvorletzten. Nach der 1:3 (0:0)-Niederlage bei Arminia Ludwigshafen war der 51-Jährige ins Grübeln gekommen: „Es ist nicht der Zeitpunkt, die Flinte ins Korn zu werfen”, sagt TuS-Sportdirektor Dieter Demmerle.
„Nach so einer enttäuschenden Leistung und fast 23 Jahren Mechtersheim habe ich das Recht dazu, mal zwei Nächte darüber zu schlafen und mich zu fragen, ob ich weitermache”, teilte Coach Gimmy nach dem Spielende mit. Das 1:3 gegen den Heimatklub schmerzte den „Rheingönheimer Bu” besonders.
„Die Niederlage ist kein Beinbruch”, erklärte Sportdirektor Demmerle. Der TuS könne dort verlieren: „Arminia hat gestandene Oberliga-Spieler in ihren Reihen oder Spieler, die sogar höher gespielt haben.” Die Art und Weise störte ihn aber.
Mechtersheim ließ die Grundlagen vermissen, auf die Gimmy pocht und die im Abstiegskampf das Mindeste sind. „Wenn ich ein neutraler Zuschauer gewesen wäre, hätte ich denken müssen, die Mannschaft spielt gegen den Trainer”, meinte Demmerle. Letztlich kam es am Sonntag zum Gespräch zwischen Trainer und Sportdirektor: „Wir haben ein Agreement getroffen”, berichtete Demmerle, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Dass die Uhren in Mechtersheim ein wenig anders ticken, verdeutlicht der frühere Erstmannschafts-Akteur: „Lieber tausche ich elf Spieler aus als den Trainer.” Das sei woanders umgekehrt die Regel, allerdings nicht beim TuS.
Der Sportdirektor kündigte für die Winterpause Veränderungen an, sofern das kickende Personal die Einstellung zum Hobby nicht in den Griff bekommt. Er habe kein Problem damit, in der Winterpause „fünf, sechs Spieler” auszutauschen.
Nach zehn Saisonpartien wollte Gimmy eine erste Bilanz ziehen. Als der Coach es am Samstag noch unter dem Eindruck der 90 Minuten im Südweststadion tat, fiel diese vernichtend aus. Das Unterfangen, die junge Mannschaft an die Oberliga heranzuführen, sei gescheitert.
Und: „Wer nur fünf Tore in zehn Spielen schießt, hat in der Oberliga nichts zu suchen.” Es gibt nur eine Richtung, auf die Mechtersheim diese Saison Acht geben muss. Es ist die Richtung gen Verbandsliga. Demmerle: „Es war uns doch allen bewusst, dass es gegen den Abstieg geht und das nicht einfach wird.”
Nach gutem Beginn verwandelte sich Mechtersheim zu dem Widersacher, den sich die Ludwigshafener nach vier Niederlagen hintereinander wünschten. Pietro Berrafato (50.), Michael Petry (59.) und Jens Leithmann (75.) trafen für die Arminia. Niko Pavic (80.) betrieb nur noch Ergebniskosmetik.
(Quelle:Die Rheinpfalz)
Aktualisiert ( Donnerstag, den 06. Oktober 2011 um 11:44 Uhr )





