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TuS Mechtersheim gegen FK Pirmasens: eine wiederkehrende Begegnung
Von allen Gegnern der Oberligazeit des TuS Mechtersheim ist einer mehrfach dokumentiert: der FK Pirmasens. Zu dieser Begegnung liegen mehrere Vorberichte vor, verteilt über verschiedene Spielzeiten.
Warum diese Begegnung wiederkehrt
Wiederkehrende Begegnungen entstehen im Amateurfußball nicht durch Rivalität, sondern durch Ligenzugehörigkeit. Zwei Vereine, die über mehrere Jahre in derselben Klasse bleiben, spielen zwangsläufig zweimal pro Saison gegeneinander, und über drei oder vier Spielzeiten summiert sich das auf ein halbes Dutzend Partien.
Genau das gilt für diese Paarung. Beide Vereine gehören dem Gebiet des Südwestdeutschen Fußballverbandes an, beide bewegten sich in denselben Jahren zwischen Verbandsliga und Oberliga, und daraus ergab sich eine regelmäßige Begegnung, die in den Vereinsunterlagen entsprechend häufig auftaucht.
Für den kleineren der beiden Vereine hat eine solche Serie einen zusätzlichen Wert: sie erlaubt einen Vergleich über die Zeit. Wer gegen denselben Gegner über Jahre spielt, sieht an diesen Spielen, wo die eigene Mannschaft steht.
Der FK Pirmasens als Gegner
Der FK Pirmasens ist einer der traditionsreichen Vereine des deutschen Südwestens. In den fünfziger und frühen sechziger Jahren, also vor Einführung der Bundesliga, spielte der Klub in der damals höchsten Spielklasse der Region, der Oberliga Südwest. Pirmasens liegt in der Westpfalz, historisch die Stadt der Schuhindustrie, und der Verein gehört zum Selbstverständnis dieser Stadt.
Damit trifft in dieser Paarung sehr Unterschiedliches aufeinander. Auf der einen Seite ein Verein mit großer Vergangenheit, eigenem Stadion und einem Zuschauerpotenzial, das für Amateurklassen hoch ist. Auf der anderen ein Ortsverein aus einem Ortsteil der Gemeinde Römerberg, der sich über acht Jahrzehnte von der Kreisklasse nach oben gearbeitet hatte.
Solche Konstellationen sind der eigentliche Reiz der Klasse. Sie kommen weiter oben nicht mehr vor, weil sich die Vereine dort ähnlicher werden, und weiter unten nicht, weil die Traditionsklubs dort nicht spielen.
Zwei Vereinsgeschichten im Vergleich
Der Unterschied zwischen den beiden Vereinen lässt sich an ihren Ausgangspunkten ablesen. Pirmasens war eine Industriestadt, deren Schuhfabriken im 20. Jahrhundert tausende Beschäftigte hatten, und ein Stadtverein in einem solchen Umfeld hatte Zulauf, Sponsoren und ein Publikum, das für höherklassigen Fußball ausreichte.
Mechtersheim hatte Landwirtschaft, Kiesabbau und einige hundert Haushalte. Ein Verein, der aus diesem Umfeld in dieselbe Liga kommt, braucht dafür Jahrzehnte und einen Aufbau, der über Jugend und Breitensport läuft statt über Zuzug.
Dass beide am Ende in derselben Klasse spielten, ist deshalb keine Nivellierung, sondern das Ergebnis zweier völlig verschiedener Wege.
Die Spiele gegen Pirmasens
Die überlieferten Beiträge zu dieser Begegnung sind Vorberichte, also Texte vor dem Anpfiff. Sie ordnen das Spiel ein und nennen die Ausgangslage. Ergebnisse der einzelnen Partien sind in den vorliegenden Unterlagen nicht durchgängig belegt, weshalb diese Seite keine Resultate aufzählt.
Was sich sagen lässt: die Paarung erscheint über mehrere Spielzeiten, sie wurde vom Verein jedes Mal eigens angekündigt, und sie zählte damit zu den Spielen, denen im Vereinsumfeld besondere Aufmerksamkeit zukam.
Für Auswärtsspiele in Pirmasens waren die Entfernungen aus der Vorderpfalz erheblich, was zur Praxis der organisierten Busfahrten passt, die der Verein für die Oberliga führte.
Was ein Spiel gegen einen Traditionsklub für einen Ortsverein bedeutet
Sportlich ist es ein Spiel wie jedes andere, mit drei Punkten und neunzig Minuten. Praktisch ist es das nicht.
Ein Heimspiel gegen einen bekannten Gegner bringt Zuschauer, die sonst nicht kommen, und damit Einnahmen an der Kasse und im Vereinsheim. Ein Auswärtsspiel im Stadion eines Traditionsvereins ist für Spieler, die werktags arbeiten, der Termin, von dem sie Jahre später erzählen. Und für die Jugend eines Ortsvereins ist die Aussicht, irgendwann dort zu spielen, ein Argument, das keine Werbung ersetzt.
Deshalb stehen solche Begegnungen in Vereinsunterlagen häufiger und ausführlicher als das Tabellenmittelfeld, gegen das über die Saison die meisten Punkte geholt werden.
Für einen Ortsverein bedeutete dieser Zuschnitt vor allem Fahrzeit: Auswärtsspiele lagen in zwei Bundesländern, und die Anfahrt in die Westpfalz gehört zu den längeren davon.
Häufige Fragen zur Begegnung
Wie oft spielte der TuS Mechtersheim gegen den FK Pirmasens?
Belegt sind mehrere Begegnungen über verschiedene Spielzeiten, dokumentiert durch eigene Vorberichte des Vereins. Eine vollständige Bilanz führen die zuständigen Verbände.
In welcher Liga trafen die beiden Vereine aufeinander?
Im Bereich zwischen Verbandsliga Südwest und Oberliga Rheinland-Pfalz Saar, in dem sich beide Vereine in denselben Jahren bewegten.
Wer ist der FK Pirmasens?
Ein Traditionsverein aus der Westpfalz, der vor Einführung der Bundesliga in der Oberliga Südwest und damit in der höchsten Spielklasse der Region antrat.
Wie weit ist Pirmasens von Mechtersheim entfernt?
Pirmasens liegt in der Westpfalz, Mechtersheim in der Vorderpfalz nahe Speyer. Zwischen beiden liegt der Pfälzerwald, weshalb Auswärtsspiele dort für den Verein zu den längeren Fahrten gehörten.