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TuS Mechtersheim 1914
Jugendtrainingsplatz mit zwei Kleinfeldtoren, Hütchen und einem Ballnetz
Kleinfeldtore und Hütchen, wie im Jugendtraining.

Fan-Seite · TuS Mechtersheim 1914

Die JSG Römerberg: Jugendfußball der drei Römerberger Vereine

Der Jugendfußball in Römerberg läuft nicht unter drei Vereinsnamen, sondern unter einem: JSG Römerberg. Dahinter stehen der FV Berghausen, der FV Heiligenstein und der TuS Mechtersheim, also die Vereine der drei Ortsteile der Gemeinde.

Was eine Jugendspielgemeinschaft ist

Eine Spielgemeinschaft ist eine vom Verband genehmigte Zusammenarbeit mehrerer Vereine für den Spielbetrieb. Die Kinder bleiben Mitglieder ihres Heimatvereins, spielen aber in gemeinsamen Mannschaften, die unter dem Namen der Spielgemeinschaft gemeldet werden.

Der Grund dafür ist Arithmetik. Eine Jugendmannschaft braucht je nach Altersklasse zwischen sieben und elf Spielern plus Wechselspieler, und zwar aus einem einzigen Jahrgang oder aus zwei benachbarten. Ein Ortsteil mit wenigen tausend Einwohnern hat pro Jahrgang eine begrenzte Zahl von Kindern, von denen ein Teil andere Sportarten wählt oder gar keine.

Rechnet man das durch, ergibt sich für kleine Orte ein struktureller Engpass: in manchen Jahrgängen reicht es, in anderen nicht. Ohne Spielgemeinschaft bedeutet das eine Mannschaft, die in einem Jahr gemeldet wird und im nächsten nicht, mit dem Ergebnis, dass Kinder mitten in ihrer Entwicklung den Verein wechseln müssen.

Die drei Vereine der JSG Römerberg

Berghausen, Heiligenstein und Mechtersheim sind die drei Ortsteile, aus denen die Gemeinde Römerberg Ende der 1960er Jahre gebildet wurde. Jeder hat seinen eigenen Sportverein behalten, und im Herrenbereich treten sie getrennt an, gelegentlich gegeneinander.

Im Jugendbereich funktioniert diese Trennung nicht, und darum ist die JSG entstanden. Drei Ortsteile zusammen ergeben eine Grundgesamtheit, aus der sich über alle Altersklassen hinweg Mannschaften melden lassen, von den Bambini bis zur A-Jugend.

Für die Familien bedeutet das kurze Wege innerhalb der Gemeinde und Trainingsorte, die auf die drei Anlagen verteilt sind. Für die Vereine bedeutet es eine gemeinsame Organisation und die Notwendigkeit, sich über Trainer, Zeiten und Platzbelegung zu verständigen.

Warum Dorfvereine ihre Jugend zusammenlegen

Spielgemeinschaften haben in Deutschland stark zugenommen, und die Gründe sind überall dieselben: zurückgehende Geburtenzahlen in kleinen Orten, mehr konkurrierende Freizeitangebote und ein größerer Aufwand pro Mannschaft als früher.

Die Alternative zur Spielgemeinschaft ist nicht der eigene Verein mit eigener Jugend, sondern der Verlust der Jugend an den nächstgrößeren Ort. Wer als Kind zehn Kilometer weiter spielt, spielt später auch dort im Herrenbereich, und der Heimatverein verliert damit nicht einen Jahrgang, sondern zwei Jahrzehnte.

Aus Vereinssicht ist die JSG deshalb keine Notlösung, sondern die Voraussetzung dafür, dass alle drei Vereine ihren Aktivbereich langfristig besetzen können. Beim TuS Mechtersheim lässt sich das an den Aufstiegsjahren nach 1999 ablesen: eine erste Mannschaft, die nach oben durchbricht, und parallel eine zweite, die zweimal Meister wird, braucht Spieler, die nachrücken.

Ehrenamt im Jugendbereich

Für die Jugendarbeit sind in den Vereinsunterlagen mehr als 2500 ehrenamtlich geleistete Trainer- und Betreuerstunden pro Jahr belegt. Diese Zahl ist der eigentliche Betriebsstoff einer Spielgemeinschaft.

Aufgeteilt auf eine Saison sind das mehrere Trainingseinheiten pro Woche über alle Altersklassen, dazu Spieltage an Wochenenden, Fahrdienste, Turniere und Verwaltung. Geleistet wird das von Eltern und ehemaligen Spielern, überwiegend neben einem Vollzeitberuf.

Wo diese Stunden fehlen, endet Jugendfußball unabhängig von der Zahl der Kinder. Das ist der Grund, warum Vereine um Betreuer intensiver werben als um Spieler.

Was die Spielgemeinschaft nicht löst

Eine JSG behebt den Mangel an Spielern, nicht den Mangel an Zeit. Drei Vereine, die gemeinsam melden, müssen sich auf Trainingszeiten, Platzbelegung und Trainerbesetzung verständigen, und jede dieser Absprachen kostet Abende.

Dazu kommt die Frage der Zugehörigkeit. Ein Kind, das in einer gemeinsamen Mannschaft spielt, trainiert womöglich im Nachbarort und trägt ein Trikot mit dem Namen der Gemeinde statt dem des eigenen Vereins. Für den Übergang in den Herrenbereich ist das die entscheidende Stelle, weil sich dort entscheidet, für welchen der drei Vereine ein Spieler sich später meldet.

Vereine gehen damit unterschiedlich um. Manche verteilen Trainingsorte bewusst, andere binden über Vereinsfeste und die Anwesenheit der eigenen Betreuer. Eine automatische Lösung gibt es nicht, und darum sind Spielgemeinschaften trotz ihrer Verbreitung dauerhaft Verhandlungssache.

Häufige Fragen zur JSG Römerberg

Welche Vereine bilden die JSG Römerberg?

Der FV Berghausen, der FV Heiligenstein und der TuS Mechtersheim, also die Sportvereine der drei Ortsteile der Gemeinde Römerberg.

Bleiben die Kinder Mitglied in ihrem Heimatverein?

Ja. Die Mitgliedschaft bleibt beim jeweiligen Verein, gespielt wird in den gemeinsamen Mannschaften der Spielgemeinschaft.

Warum spielt die Jugend nicht unter dem Namen TuS Mechtersheim?

Weil einzelne Jahrgänge in einem Ortsteil zu klein für eigene Mannschaften sind. Gemeinsam gemeldete Mannschaften lassen sich über alle Altersklassen hinweg durchgängig besetzen.

Wo trainiert die JSG Römerberg?

Auf den Anlagen der beteiligten Vereine in den drei Ortsteilen. Die aktuelle Aufteilung und die Trainingszeiten geben die Vereine bekannt.

Netzsack mit Bällen, an ein niedriges Metalltor am Rand eines Trainingsplatzes gelehnt
Bälle, wie sie im Jugendtraining gebraucht werden.

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