Fan-Seite · TuS Mechtersheim 1914
Das Stadion an der Kirschenallee: Sportplatz des TuS Mechtersheim
Die Sportanlage in Mechtersheim trägt den Namen Stadion an der Kirschenallee und liegt in der Philippsburger Straße 50 in 67354 Römerberg, wenige Fahrminuten südlich von Speyer. Den Zusatznamen Das Tor zur Oberliga hat sie aus den Jahren, in denen der Aufstieg dorthin auf diesem Platz gespielt wurde.
Entstanden ist die Anlage über mehr als achtzig Jahre in Etappen, und jede dieser Etappen steht in der Vereinschronik. Sie beginnt mit gepachteten Wiesen und endet, jedenfalls im dokumentierten Zeitraum, mit zusätzlichen Umkleidekabinen im Jahr 2005.
Die Anlage in Mechtersheim
Was heute eine Anlage mit Platz, Vereinsheim, Umkleiden und Gaststätte ist, war 1919 nichts davon. Ein neu gegründeter Dorfverein hatte eine Mannschaft und einen Ort, an dem gespielt werden konnte, und alles Weitere musste über Jahrzehnte gebaut werden.
Der Ausbau folgte dabei immer dem Spielbetrieb und nie umgekehrt. Solange in Kreisklassen gespielt wurde, genügten Platz und Kabine. Als der Verein Ende der neunziger Jahre in die überörtlichen Klassen aufstieg, kamen Anforderungen dazu, die vorher nicht bestanden.
Vom Kiesloch zum Rasenplatz
Die Baugeschichte lässt sich an fünf Daten ablesen.
| Jahr | Schritt |
|---|---|
| 1920 | Lingenfelder Wiesen als Sportgelände gepachtet |
| 1924 | eigenes Spielfeld in den Kieslöchern fertiggestellt |
| 1931 | Vereinsheim fertiggestellt |
| 1962 | Neubau eines Rasenplatzes |
| 1964 | Anbau eines Küchentraktes an das Vereinsheim |
| 2005 | Anbau zusätzlicher Umkleidekabinen |
Die ersten beiden Zeilen erklären sich aus der Lage des Orts. Mechtersheim liegt in der Rheinniederung, in der Kies und Sand abgebaut wurden, und ein Spielfeld auf ehemaligem Grubengelände herzurichten war die naheliegende Lösung, wenn kein anderes Gelände verfügbar war. Der Name Kieslöcher ist damit keine Ortsangabe, sondern eine Beschreibung des Ausgangszustands.
Der Rasenplatz von 1962 markiert den nächsten Sprung. Bis dahin wurde in der Regel auf gewachsenem Boden oder auf Hartplätzen gespielt, und ein gepflegter Rasen bedeutete laufende Arbeit: mähen, düngen, wässern, im Winter schützen. Für einen Verein ohne bezahltes Personal heißt das ein Platzwart aus den eigenen Reihen.
Das Vereinsheim
Das Vereinsheim von 1931 ist rund elf Jahre nach der Wiedergründung entstanden und war für einen Verein dieser Größe eine erhebliche Leistung. 1964 kam ein Küchentrakt dazu, womit die Bewirtung zur festen Einrichtung wurde, und 2005 folgten zusätzliche Umkleidekabinen.
Diese drei Bauabschnitte beschreiben zusammen den Funktionswandel eines Vereinsheims: vom Versammlungsraum über die Bewirtung bis zur Infrastruktur für einen erweiterten Spielbetrieb mit mehreren Mannschaften.
Was eine Anlage im Unterhalt kostet
Bauen ist bei einem Dorfverein die sichtbare Hälfte, Unterhalten die teure. Ein Rasenplatz braucht über das Jahr Mähen, Düngen, Nachsaat, Bewässerung in trockenen Sommern und Ruhezeiten im Winter, dazu Linierung vor jedem Heimspiel. Umkleiden brauchen Warmwasser, Heizung und Reinigung, ein Vereinsheim Strom, Versicherung und Instandhaltung.
Bezahlt wird das aus Beiträgen, Sponsoring, Bewirtung und Zuschüssen, geleistet überwiegend in Eigenarbeit. Deshalb stehen in Vereinschroniken Bauzeilen und Sponsorenlisten so dicht beieinander: das eine ist ohne das andere nicht zu erklären.
Der Aufwand steigt außerdem mit der Spielklasse. Mehr Mannschaften bedeuten mehr Trainingsbelastung auf demselben Rasen, und höhere Klassen bringen Auflagen an Abmessungen, Abgrenzungen und Zuschauerbereiche. Der Anbau von 2005 fällt genau in diese Logik.
Die Gaststätte am Sportplatz
Zur Anlage gehörte eine Vereinsgaststätte mit eigenen Öffnungszeiten, dokumentiert für die belegte Zeit mit Öffnung an zwei festen Wochentagen sowie an Spieltagen zwei Stunden vor Anpfiff.
Diese Regelung ist typisch und verrät die Doppelfunktion. Eine Vereinsgaststätte ist an Spieltagen Bewirtung für Zuschauer und unter der Woche Treffpunkt für Mitglieder, Abteilungen und Ausschüsse. In einem Dorf ohne große Gastronomie ist sie außerdem einer der wenigen Orte, an denen sich Menschen ohne Anlass treffen.
Ob und in welchem Umfang die Gaststätte heute geöffnet ist, gibt der Verein bekannt. Die hier genannten Zeiten gehören zu einem dokumentierten früheren Stand.
Anfahrt und Lage: Stadion an der Kirschenallee
Die Anschrift für Navigationsgeräte lautet Philippsburger Straße 50, 67354 Römerberg. Der Ortsteil heißt Mechtersheim und gehört zur Gemeinde Römerberg, südlich von Speyer und westlich des Rheins. Aus Richtung Speyer führt der Weg nach Süden über die Ortsteile der Gemeinde, aus Richtung Germersheim nach Norden; der Platz liegt am südlichen Ortsrand von Mechtersheim, weshalb Gästemannschaften ihn aus beiden Richtungen ohne Ortsdurchfahrt erreichen.
Für Parkmöglichkeiten und Hinweise an Spieltagen ist der Verein die verlässliche Auskunft. Zur Oberligazeit organisierte er für die eigenen Anhänger Busfahrten zu Auswärtsspielen, was bei Zielen im Saarland, an der Mosel und im Westerwald der praktikablere Weg war als die Fahrt mit dem eigenen Auto.
Zum Spielbetrieb der damaligen Zeit ist außerdem eine Eintrittspreisstruktur mit Tages- und Dauerkarten in mehreren Kategorien dokumentiert; die Beträge beziehen sich auf die Saison 2009/10 und sind kein aktueller Preisstand.
Wo das Stadion an der Kirschenallee liegt
Umrisskarte
Das Stadion liegt am südlichen Ortsrand von Mechtersheim, Philippsburger Straße 50. Speyer im Norden, Germersheim im Süden, der Rhein im Osten.
Häufige Fragen zum Sportplatz
Wo liegt der Sportplatz des TuS Mechtersheim?
In der Philippsburger Straße 50 in 67354 Römerberg, im Ortsteil Mechtersheim südlich von Speyer.
Wie heißt das Stadion des TuS Mechtersheim?
Stadion an der Kirschenallee, mit dem Zusatznamen Das Tor zur Oberliga.
Seit wann hat der Verein einen eigenen Platz?
Seit 1924. Zuvor wurden ab 1920 die Lingenfelder Wiesen gepachtet. Ein Rasenplatz entstand 1962.
Gibt es ein Vereinsheim?
Ja, fertiggestellt 1931, 1964 um einen Küchentrakt und 2005 um zusätzliche Umkleidekabinen erweitert.
Was kostet der Eintritt zu einem Heimspiel?
Die aktuellen Preise gibt der Verein bekannt. Dokumentiert ist eine Preisstruktur der Saison 2009/10, die als historischer Stand zu lesen ist.